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| Baubericht Alterung von Gebäuden |
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Jeder Modellbauer, der schon einmal einen Modellbausatz, sei es ein Modellauto oder einen Gebäudebausatz, zusammengebaut hat weiß, dass das Objekt unbehandelt ziemlich nach Kunststoff aussieht. Kunststoffe sind meistens recht glänzend, was zum Beispiel bei Holz- oder Steinnachbildungen nicht ganz dem Original entspricht. Im Bild links sieht man wie ein unbehandelter Bausatz nach der Montage aussieht. Oftmals stellt man sich die Frage, ob man das überhaupt hinbekommt mit der Alterung des Bausatzes. Bei den heutigen preisen für Gebäudebausätze scheut man sich oft davor aus Angst davor, das Modell zu verunstalten und es dann wegwerefn zu müssen. Aber keine Angst. Man muss nicht der Profimaler oder Lackierer sein um ein Gebäude etwas zu altern. In den folgenden Schritten möchte ich Ihnen etwas die Angst nehmen. Tip: Wenn Sie sich unsicher sind, probieren Sie die nachfolgenden Schritte einfach mal an Bastelresten oder einem billigen Modellgebäude. Das tut auch dem Geldbeutel nicht weh. |
Im Bild rechts sieht man das gleiche, zuvor gezeigte Modellgebäude. Hier wurde die eine Dachfläche vorerst nur mit dem Farbton "Smoke" eingestrichen. Der Farbton "Smoke" eines Plastikmodellherstellers ist eine dunkle, eher durchsichtige Farbe. Nach dem einstreichen werden die Konturen des Reetdaches und der Schindeleindeckung schon deutlich hervorgehoben. Führt man den Pinsel von oben nach unten über die Dachfläche kommen die Konturen noch nicht richtig zum Vorschein. Führt man den Pinsel nach dem ersten Einstreichen im noch feuchten Zustand der Fläche von untern nach oben kommen die Konturen der Schindeln besser zur Geltung. Eigentlich einfach, aber mit großer Wirkung. Man könnte dies so nun schon belassen, hat aber den Nachteil, dass die Farbe nach dem Abtrocknen zu glänzig ist. Ein Schindeldach ist eher matt, außer es hat geregnet. Aber hier gibt es auch diverse Möglichkeiten in weiteren Bearbeitungsschritten den Glanz etwas heraus zu nehmen. |
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Auch nach dem abtrocknen des ersten Farbanstriches wirkt das Dach noch sehr glänzend. Man könnte das Dach nun mit einem matten Klarlack einstreichen/einsprühen, das wäre eine einfache Lösung um den Glanz herauszunehmen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Graniertechnik, wie man sie auch bei der Felsgestaltung anwendet. Hierzu nimmt man einen matten Hellelfenbeinfarbton und benetzt damit einen Borstenpinsel. Diesen reibt man auf einem alten Zeitungspapier solange aus, bis sich keine flüssige Farbe mehr an den Borsten befindet, also der Pinsel trocken ist. Danach fährt man mit dem Pinsel vorsichtig von unten nach oben, von der Seite und Diagonal über die Dachfläche.Die Streichrichtung kann man öfters ändern. Wie bei der Felsgestaltung bleiben die letzten Farbpigmente an den erhabenen Stellen (bei uns an den Kanten der Schindeln oder der Reetdaches) haften. Die Dachfläche wird nun matter und glänzt nicht mehr so stark wie zuvor. Das Ergebnis sieht man im Bild links. |
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